Weissach

  1. Die Lage
  2. Der Ort
  3. Einkaufsmöglichkeiten
  4. Familie und Kinder
  5. Freizeitgestaltung
  6. Regelmäßige Veranstaltungen
  7. Verkehr
  8. Zeitungen

 

1. Die Lage

Die Gemeinde Weissach liegt 6 km von Heimsheim, 8 km von Leonberg und ca. 18 km von Stuttgart entfernt im Norden des Heckengäus. Eingerahmt von Wäldern, Wiesen mit Wacholderhecken und Feldern liegt der Ort in einem Tal entlang des Strudelbachs.

 

2. Der Ort

Nach einem großen Brand im Jahre 1971 musste der Ort fast vollständig neu aufgebaut werden, die meisten alten Gebäude sind nach dieser Zeit entstanden. Die imposante alte Wehrkirche hat den Brand überstanden ebenso wie die danebenliegenden rustikalen Vorratskammern, auch Gaden genannt. Das angrenzende Herrenhaus hat dieses für den Ort einschneidende Erlebnis ebenfalls überstanden. Der von einer hohen Mauer umgebene Gebäudekomplex bot den Dorfbewohnern einen geschützten Rückzugsort. Bei Angriffen und Überfällen konnten sich die Familien mit ihrem Hab und Gut auf den gefestigten Kirchhof flüchten. Diese Ecke um die Kirche mit ihren dazugehörigen Gebäuden und umliegenden Gassen wirkt heute besonders urig und man hat von hier aus einen schönen Blick auf Weissach.

Die ehemalige Zehntscheuer wurde liebevoll restauriert und beherbergt heute die Ortsbücherei. Saniert und beeindruckend steht die Anfang des Neunzehnten Jahrhunderts erbaute Strickfabrik heute da. Sie ist das Kulturzentrum des Ortes, die Volkshochschule und die Musikschule sind hier untergebracht und die Räumlichkeiten werden für viele Veranstaltungen genutzt. Ein paar Räume im Erdgeschoss können von Einwohnern auch für private Feiern gemietet werden.

Das Backhaus, die alte Schule und verschiedene noch vorhanden Gehöfte sind prägend für das dörfliche Ortsbild. Der Ort war Jahrhunderte lang stark von der Landwirtschaft beeinflußt und hat sich erst im letzten Jahrhundert durch einen starken Strukturwandel in Wirtschaft und Gesellschaft weiter entwickelt.

Die Siedlungsfläche hat sich durch die Beliebtheit des Dorfes enorm vergrößert, seit 1946 hat sich die Bevölkerung mehr als verdoppelt. Über 7500 Einwohner hat diese erstaunlich frisch wirkende Gemeinde inzwischen.

Wer durch die Sträßchen und Gassen flaniert bemerkt die gelungen Zusammenspiel von traditionellen Gebäuden und dem modernen Einschlag den der Ort in den letzten Jahren erfahren hat. Unwillkürlich stößt man auf den Marktplatz mit seinem Marktbrunnen dessen Mittelpunkt ein sich schützender Abt darstellt.  Um diesen Abt dreht sich die Weissacher Sage:

Die Gemeinde musste in einer Notlage Teile von Waldungen in Bonlanden und im Maisental an das Kloster Maulbronn verpfänden. Die Klausel hieß, dass das Geld an einem bestimmten Tag des Jahres 1210 um 12 Uhr mittags dem Abt persönlich zurückgegeben werden müsste, sonst verfalle der Wald. Schultheiß und Magistrat trafen pünktlich in Maulbronn ein, wo ihnen erklärt wurde, der Abt sei gerade noch nicht da, sie möchten sich gedulden und essen und trinken. Als der Abt dann verspätet erschien, eröffnete er den Besuchern, er habe das Geld nicht um 12 Uhr erhalten, und so sei der Wald an das Kloster verfallen.

Aus Rache hätten dann die Weissacher den Abt zwei Jahre später umgebracht, als dieser ohnehin vogelfrei gewesen sei und deshalb keine Strafe drohte. An diesen Abt erinnert auch der Abtstein in der Nähe des Pfarrhauses.

 

3. Einkaufsmöglichkeiten

Das Dorf bietet ausreichende Parkmöglichkeiten in der Ortsmitte, von hier aus sind alle Geschäfte wie Metzger, Bäcker und Supermarkt gut zu erreichen. Eine wichtige Funktion im Gemeindeleben übernimmt der Wochenmarkt welcher immer Donnerstags auf dem Marktplatz rund um den Brunnen stattfindet.

Zweimal im Jahr wird hier auch ein Krämermarkt veranstaltet der sich über den Markplatz hinaus erstreckt.

 

4. Familie und Kinder

Eine Besonderheit ist die Spielstube, in der Kleinkinder ab 18 Monaten bis 3 Jahren betreut werden. Jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag (ausser in den Ferien) hat die Stube vormittags geöffnet. Eine kleine Auszeit für die Kinder aber auch für die Eltern. Hier haben die Kinder die Möglichkeit mit Gleichaltrigen zu spielen und zu toben, ihr Sozialverhalten zu schulen und neue Spiel- und Kreativangebote kennenzulernen. Es werden maximal zehn Kinder am Tag aufgenommen und von einer Betreuungsperson und einer Helfermama betreut. Das Angebot gilt für Kindern unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturkreisen und Religionen.

Die Gemeinde ist Träger von 6 Kindertageseinrichtungen, vier befinden sich in Weissach. Es werden unterschiedliche Betreuungsformen angeboten, unter anderem Ganztagesbetreuung, Schulkindbetreuung, Betreuung für unter 3-Jährige in Krippengruppen.

Vier Erzieherinnen kümmern sich in der Rappelkiste um maximal 10 Kleinkinder. Es ist eine eigene Welt für kleine Menschen: Im Aufenthaltsraum mit integrierter Küche, im Spielzimmer sowie in der Schlaflandschaft und auch in der Garderobe stehen Möbel im Miniformat. Tische, Stühle, Toiletten, Waschbecken sind an Kleinkinder angepasst. Unterschiedliche Spielecken und -bereiche bieten den Kindern differenzierte Spiel- und Lernfelder und genügend Raum für die individuelle Entwicklung jeden Kindes.

Am Ortsrand in der Ferry-Porsche-Kita finden 65 Kinder im Alter von 1-6 Jahren einen Platz. Hier bietet die Gemeinde Weissach Plätze für Krippenkinder und die Firma Porsche Plätze für Krippen- und Kindergartenkinder an.

Im Kindergarten Wehrkichbereich werden Kinder von 3- 6 Jahren aufgenommen. Baustelle, Bewegungsraum, Maltisch, Werkraum, Atelier, Forscherwerkstatt, Rollenspielzimmer, Puzzle- und Spieltischen geben den Kleinen viel Platz zu freien Entfaltung.

Das Kinderhaus Regenbogen ist eine zertifizierte "TECHNOlino-Kita und ein "Haus der kleinen Forscher". Es betreut ebenfalls Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt genauso wie die Kita Lindenweg die zudem noch die Krippe „Mäusebande“ beinhaltet, in der die Kleinsten von 1-3 Jahre unterhalten werden.

Die Ferdinand-Porsche-Schule ist zweizügige Gemeinschaftsschule die ihren Schülern aus Weissach und der Region den Haupt- und Realschulabschluss und die Bildungsempfehlung für das Gymnasium anbietet.

Im Nachbardorf Flacht ist eine  gutausgestattet Grundschule für die ein positive Arbeits- und Lernklima selbstverständlich ist. Andere weiterführende Schulen sind in Renningen, Rutesheim und Leonberg.

 

5. Freizeitgestaltung

Die kleingliedrige Kulturlandschaft um Weissach bietet eine reiche Fauna und Flora, fantastische Panoramaaussichten, Erholung und vielfältigen Genuss im Einklang mit der Natur. Die Gegend bietet ein sehr abwechslungsreiches Terrain für Wanderungen aller Art, ob klassischer Sonntagnachmittagspaziergang über den Schaftriebweg mit herrlicher Aussicht bis zum Stuttgarter Fernsehturm oder sportliche Wanderung durch Feld und Wald.

Dank eines gut ausgebauten Feldwegenetzes lässt sich die vielfältige Landschaft des Heckengäus hier optimal auf dem Fahrrad genießen. Auch als Ausgangspunkt für größere Radtouren eignen sich die Radwege in Weissach - schließlich besteht eine gute Verbindung zu allen angrenzenden Ortschaften.

Insgesamt 13 Spielplätze lassen Kinderherzen höher schlagen. Vom Trampolin über eine Dunkelrutsche, Nestschaukeln, Kleinkindklettergerüste bis hin zum Bolzplatz, in der Sonne oder im Schatten – pures Vergnügen.

Der einheimische Wald kann auf einem 2km langen Rundweg, der auch mit dem Kinderwagen gut befahrbar ist mit allen Sinnen erkundet werden. Erlebnisstationen und Quiztafeln vermitteln anschaulich und abwechslungsreich Wissen über den Wald und seine Bewohner.

Entschleunigung und Unterhaltung, Momente der Ruhe und gesellige Stunden dieses Fleckchen hat alles zu bieten.

Kulturvereine bieten Anregungen und Veranstaltungen, der Sportverein TSV Weissach lockt seit 1907 mit einem gelungenen Angebot und Feuerwehr und Musikverein freuen sich über Zuwachs.

 

6. Regelmäßige Veranstaltungen

Die Gemeinde sitzt gern beisammen und nutzt die Gelegenheiten.

Das Backhausfest wird Mitte Mai abgehalten, mit Köstlichkeiten aus dem Holzofen, einem Distanzwurf-Contest und einer Hüpfburg für die kleinen Gäste.

Der Juli startet mit einem Oldtimer-Treffen auf dem Marktplatz. Rennwagen und Freizeitkarossen, Traktoren und Motorräder kommen hier zusammen.

Mitte Juli findet traditionell das Schlapperfest statt. Jung und Alt feiern bis in die Nacht bei Brathähnchen und Zwiebelkuchen, Musik und Tanz.

 

7. Verkehr

Den regionalen Busverkehr hat die Firma Wöhr-Tours übernommen. Sie verbindet per Linienverkehr Weissach, Flacht, Perouse, Rutesheim und Leonberg. Ab Leonberg besteht dann über die S6 eine Anbindung an die S-Bahn Stuttgart. Durch den Ort führt die L1177. Die nahegelegene A8 ist erreichbar über die Anschlussstellen Rutesheim und Heimsheim.

 

8. Zeitungen

  • Stuttgarter Zeitung